Alle Beiträge von abongartz

Ich bin im "Un"Ruhestand. An zwei Tagen in der Woche arbeite ich ehrenamtlich in der Bibliothek meines Ortes. Mit meinem Mann zusammen bewege ich Nele, unseren Australian Shepherd Mini. Ich fotografiere und reise gern. Und....

Erinnerung

Ja so ähnlicheOLYMPUS DIGITAL CAMERA Rollschuhe hatte ich auch. Nur hatten meine nicht einmal eine Gummischicht und waren deshalb sehr laut. Aber das wichtige war, man konnte sie an die Schuhgröße anpassen. Und an einem Wochenende gab es in meinem Heimatort für uns Kinder auf einer abschüssigen Straße ein Rollschuh Wettrennen. Ich weiß nicht, wie es ausgegangen ist, aber an die Aufregung vorher erinnere ich mich noch sehr gut.

Meine Puppe hatte das gleiche Gesicht, wie diese.  Aber meine OLYMPUS DIGITAL CAMERAFreundin hatte einen Kaufladen, in den wir uns selbst stellen konnten.  Wir haben es sehr gern getan und einkaufen gespielt. Die Fotos sind hier entstanden.

Das Ende eines Hirschs

Mein lieber Mann hat uns bei seinem Spaziergang am Freitag vom Hariksee eine Hirschschulter mitgebracht. Da er aber wegen der angestrebten Fitness heute morgen seine Muckibude besuchen wollte, hat er mir schon vorher aus dem Internet ein Rezept ausgedruckt. Da darin so Dinge wie „Wildgewürz“ und „Paket Bratensaft“ vorkam hab_9140040 ich das gleich abgelehnt. Außerdem bin ich eine Anhängerin des Sanftgarens bei 80°.   So begann ich kurz nach 10 Uhr am Morgen mit den Vorbereitungen. Weil das Stück Fleisch mir als ziemlich flach erschien, habe ich es mit ein wenig Speck zu einem dickeren  Braten gerollt.  Meine Tabelle für das Sanftgaren gibt für ein Fleischstück von 4_9140042 bis 5 cm Dicke ca. 2 1/2 h an.  Das sollte also hinkommen, wenn ich mit dem Anbraten des Fleischs um 10:30 fertig wäre.  13 :00  ist ein e gute Zeit zum Essen. Ich habe das Fleisch kräftig von allen Seiten an gebratenen und am Ende mit meiner Krätersalzmischung (Zur Hälfte des Volumens Meersalz und zur anderen Hälfte getrocknete Kräuter, die sich so in _9140047meinem Vorrat befinden) und Pfeffer gewürzt. Nach dem Anbraten habe ich das Fleisch aus der Pfanne in eine flache Aluminiumform, die mit dem Backofen auf 80° vorgeheizt war, gelegt und das Braten-thermometer (hallo liebe Tochter, wir haben jetzt auch eins was piepen kann!) ins Fleisch gesteckt . Die Kerntemperatur für Wild soll 60° be_9140048tragen. Jetzt war erst mal Ruhe.  Gegen 12 Uhr hat das Thermometer zum ersten Mal gepiept, das heißt, bis zur eingestellten Temperatur von 60° fehlen nur noch 5°.  Oh, das geht aber schnell, habe ich gedacht und schon mal das Nudelwasser aufgesetzt und mit der Zubereitung der Soße begonnen. Dazu habe ich eine Möhre, eine halbe Zwiebel und eine Knoblauch_9140049zwiebel klein geschnitten und eini_9140050ge getrocknete Pilze fein gehackt. Zwiebel und Möhren habe ich im Bratenfett in der Pfanne kräftig angebraten und gebräunt, dann mit etwas Rotwein abgelöscht und diesen zum größten Teil verkochen lassen. Dann kam das Knoblauch dazu, dann ca. 150ml Wildfond, Deckel drauf und ein wenig köcheln l_9140051assen. Angedickt habe ich die Soße mit Soßenbinder und mit Sahne verfeinert.

Die Nudeln wurden gar, der Rothohl war erwärmt, aber die Kerntemperatur war immer noch bei 58°.  Als sie endlich bei 59° w_9140053ar,  und es kurz nach Eins war, habe ich das Fleisch angeschnitten. Da_9140052s schien uns aber noch ein wenig zu wenig gegart. Also Fleisch noch mal in den Ofen, die Temperatur auf 150° . So haben wir den Braten erst um 13:30 gegessen, als die Kerntemperatur bei 64° war. Er hat vorzüglich geschmeckt und die Soße war ein Gedicht.

 

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Radfahren bei den Nachbarn

Heute haben wir das Auto mit Fahrrädern und Hundewagen beladen und sind in das niederländische Örtchen Lottum gefahren. Dort haben wir uns auf die „Rozenfietsroute“ begeben. Wie immer in Holland, diesen Begriff wählt der Rheinländer statt Niederlande, haben  wir ausgezeichnete Fahrradwege vorgefunden. Die genannte Route ist zusätzlich mit  eigenen Routenemblem gekennzeichnet.  Unterwegs sind  wir an vielen Gartenbaubetrieben vorbei gefahren und haben den  Duft der blühenden Rosen genossen. Wir haben einige Felder mit Targetes gesehen. Kurz bevor es zu regnen anfing, erreichten wir den Teetuin. Dort gibt es ausgezeichneten Apfelkuchen. Leider haben wir unterwegs gemerkt, dass am Hundewagen ein Splint an der Deichsel fehlte, sodass Nele, unser Hund, mit dem Wagen abkippte. Das hat ihr gar nicht gefallen. Deshalb haben wir die Route verkürzt. Das ist auch gut so gewesen, denn anschließend nahmen die Regenschauern zu. Wir sind aber sicher, dass wir diesem Ort und der Fietsroute noch einmal einen Besuch abstatten werden.

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Targetesfeld
Teetuin
Teetuin

 

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Selbstgemacht!

Im vergangenen Jahr habe ich gestrickt und gestickt. Leider habe ich danach Schmerzen an meinem Daumengelenk bekommen, Ritzarthrose. Da ich soviel Zeit habe, mache ich gerne etwas mit meinen Händen.  So habe ich angefangen zu nähen. Nachdem ich meine 100€ Nähmaschine vom Discounter gründlich gereinigt und geölt habe, näht sie meist ohne zu stocken. Zuerst hat unser Sofa neue Kissen erhalten. Danach habe ich begonnen an einer PatchworkdeckeOLYMPUS DIGITAL CAMERA zu nähen.  Gequiltet ist sie schon, sie muss  nur noch einen ordentlichen Saum erhalten.  Meine Maschine und ich konnten gerade Nähte üben, geschätzte 150m. Ja und zwischendurch war beim Bügeln nicht zu übersehen, dass meine  liebste Schlafanzughose schon wieder ein neues Loch hat. Ich liebe diese Hose, sie ist geschnitten wie eine Karatehose und vom vielen Waschen wunderbar weich geworden. Rosa kariert ist sie, ihre Zwillingshose in hellblau ist schon vor einem Jahr wegen zu vieler Löscher aussortiert worden. Nun,  einmal an der Nähmaschine sitzend, kam mir der nahe liegende Gedanke, die Hose kannst du doch nachschneidern.  Gesagt getan, die alte Hose habe ich aufgetrennt und als Schnittmuster benutzt. Das erste Exemplar, grün kariert, entstand aus einer alten Tischdecke, die ist schon schön weich. Für die zweite Hose kaufte ich im Lagerverkauf neuen Stoff. Leider ist er eher wie Hemdenstoff, ich habe bei der Stoffauswahl nur an das Aussehen und nicht an das Anfühlen gedacht. Nach dem Waschen und Bügeln ist er schon ein wenig griffiger geworden.

Ach ja, da hab ich noch eine Lieblingstunika und ein Lieblingstop, die ich unbedingt nach schneidern muss. Aber zuerst bekommt der Liebste auch eine neue Schlafanzughose. 

Manches kann man einfach nur selten kaufen, auf alle Fälle nicht das Gefühl, das habe ich selbst gemacht.

Singworkshop mit Ellena

OLYMPUS DIGITAL CAMERA„Ich möchte einfach danke sagen und die ganze Welt umarmen mich wie neu geboren fühlen danke“. Mit dem Lied beendeten wir den Singworkshop am frühen Nachmittag. Und das entsprach genau unserem Gefühl nachdem wir 3 Stunden miteinander gesungen hatten. Das tollste Erlebnis war, als wir um 12 Uhr die Töne des Mittagsläutens übernahmen und zu einem 10stimmigen Chor wurden. Es ist wunderbar, wie Ellena uns zum mehrstimmigen Singen führt. Keiner muss fürchten falsch zu singen, denn falsch gibt es für sie nicht, es ist nur eine Variation. Danke Ellena, ich freu mich schon auf das nächste Singen und summe immer noch die schönen Lieder. Das wird sicher noch einige Tage so weiter gehen.  

Spaziergang mit Tiefgang

Der pflichtbewusste Hundebesitzer macht jeden Tag zumindest einen längeren Spaziergang. Genauso halten wir es auch. Eine Stunde lang sollte er schon sein, das tut auch den Herrschaften gut. Nele unsere kleine Aussihündin will aber nicht nur einfach mal so gehen, nein, sie muss rennen und dazu muss meist Herrschen irgend etwas schmeißen, ein Bällchen zum Beispiel. Wenn wir mal nichts zum Werfen dabei haben, wirft sie uns ein Stöckchen vor die Füße. Neles und auch unser Lieblingsspaziergang ist aber der Weg an der Schwalm entlang. Sie weiß, dann wird ihr das Wurfspielzeug, ein Stück Gartenschlauch mit 2 Korken verschlossen, in den Bach geworfen. Heute nun gingen wir endlich wieder bei angenehmen Temperaturen spazieren und genossen das

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAfrische Grün am Bachlauf. Nebenher lasen wir die Aphorismen, die Elke Bischofs am Ufer aufgehängt hat. Das gibt zusätzlich den Anstoss über das Leben und die Natur nachzudenken. Vielen Dank Frau Bischofs!

 

Fototreff Schwalmtal

Jetzt gibt es den Fototreff seit 2 Jahren und wir werden im September unsere erste Ausstellung machen.  Es gibt lustige und interessante Tierportraits zu sehen. Und schöne bei Fotografen und Betrachtern beliebte Abbildungen von Blumen. Mit dem Thema haben wir uns bemüht, uns dem Ausstellungsort an zu passen. Wir hängen unsere Bilder im Flur des Altenheims in Waldniel auf und hoffen, besonders den Bewohnen mit unseren Fotos Freude zu machen. Die Heimleitung hat uns dankenswerter Weise den Flur zum großen Allzweckraum, an dem sich bereits Bilderleisten befinden, zur Verfügung gestelltPlakat Fotoausstellung_neu.

Zur Zeit sind wir 11 Mitglieder im Fototreff, der einmal im Monat in der Bibliothek am Markt statt findet. Dann zeigen wir uns unsere Bilder, sprechen über Bildgestaltung und Aufnahmetechnik. Dabei lernen wir von einander und geben uns auch Tipps zur Bearbeitung. Am Ende stellen wir uns für das nächste Treffen einen neue Aufgabe.  Dieses Mal ist das Thema: Gestalte ein Foto zur Arbeitswelt.  Es sollte nur eins der drei Bilder, die wir beim nächsten mal zeigen, eins aus dem Archiv sein, die anderen beiden sollten nach der Aufgabenstellung fotografiert worden sein.

 

100 strahlende Sonnen

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeit ungefähr drei Wochen blüht der Sonnenhut in meinem Garten. Ich liebe die vielen gelben Sonnen in meinem Garten. Nicht das dies nötig wäre, denn die echte Sonne scheint in den letzten Tagen sehr häufig. Als ich letztens einmal beim Gartenzentrum vorbei schaute, konnte ich nicht wider stehen und habe noch eine neue Sorte gekauft._DSC1179

Bibliotheksleben

Ein vergnüglicher  Abend in der Bibliothek 

Gestern waren Klaus Müller und Sibille  Peschke wieder zu Gast in der Bibliothek am Markt in Schwalmtal. Sie erzählten „Schtökkskes op Neller Plott“. Obwohl ich ja eine vor 35 Jahren Zugezogene und im Raum Aachen Aufgewachsene bin, konnte ich fast alles verstehen. Mir gefiel die Geschichte von Duures sehr gut. Er hatte ein großes Stück Leinen in Mönchengladbach auf dem Markt  für gutes Geld verkauft und auf dem langen Weg  nach Waldniel nach und  nach  gegen leichtere Gegenstände eingetauscht. Am Ende war er nur mit einem Fisch nach Hause gekommen und von seiner Frau mal wieder als Versager bezeichnet worden. Von Sibille Peschkes Geschichten aus dem Schatz ihrer Familie fand ich die vom Besuch bei Tante Anna in Kranenbruch besonders gelungen, so etwas hätte mir in meiner Kindheit auch passieren können und eine Tante Anna hatte ich auch. Neller PlottZwischen den einzelnen Geschichten spielten Monika Petersen und Herbert Dietzer mit Akkordeon und Klarinette kleine Stücke aus dem Schatz der Klezmer Musik, die wunderbar zu den Waldnieler Geschichten passten.

Klezmer